Pressemitteilung: Recht auf sexuelle Selbstbestimmung durchsetzen

Zum Aktionstag für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung erklärt Gesine Agena, Frauenpolitische Sprecherin und Mitglied des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

“In Berlin versammeln sich am 19. September christliche Fundamentalisten – unterstützt von christlich-konservativen europäischen Parteien bis hin zur rechtspopulistischen AfD. Sie fordern ein Verbot des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch sowie die Bestrafung von Frauen und Ärzten, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beteiligen sich am Gegenprotest und fordern, das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung weiter auszubauen – und nicht einzuschränken. Der Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch muss für alle Frauen gewährleistet sein. Frauen, die ungewollt schwanger werden, brauchen ein gutes und freiwilliges Beratungs- und Hilfsangebot – und keine Drohung mit dem Strafgesetzbuch.

Auch im Sexualstrafrecht ist der Grundsatz ‚Nein heißt Nein‘ nicht umfassend durchgesetzt und noch immer wird den Opfern sexueller Übergriffe so der notwendige Schutz versagt. Deshalb fordern wir das Bundeskanzleramt auf, den Widerstand gegen ein Gesetz aufzugeben, das diese Lücken endlich schließt.

Vor vierzig Jahren haben Frauen für das Recht gekämpft selbst zu entscheiden, ob sie in der Lage sind ein Kind auszutragen, es zu gebären und aufzuziehen. Und bis heute ist dieses Recht nicht vollkommen durchgesetzt. Das ist ein Skandal.”

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