Pressemitteilung: Recht auf sexuelle Selbstbestimmung durchsetzen

Zum morgigen Aktionstag für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung erklärt Gesine Agena, Frauenpolitische Sprecherin und Mitglied des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

“In Berlin versammeln sich morgen christliche Fundamentalistinnen und Fundamentalisten – unterstützt von christlich konservativen europäischen Parteien bis hin zu Akteurinnen und Akteuren der rechtspopulistischen AfD. Sie fordern ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen sowie die Bestrafung von Frauen und Ärztinnen und Ärzten, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beteiligen sich am Gegenprotest des ‚Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung‘. Wir fordern, das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung weiter zu stärken statt es einzuschränken. Es gab in letzter Zeit wichtige Errungenschaften, wie die Rezeptfreiheit für die Pille danach oder das Schließen der Schutzlücken im Sexualstrafrecht. Aber in der Realität sind wir leider immer noch weit davon entfernt, dass das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung für alle Frauen uneingeschränkt gilt. Der Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch muss für alle Frauen gewährleistet sein. Frauen, die ungewollt schwanger werden, brauchen ein gutes und freiwilliges Beratungs- und Hilfsangebot – und keine Drohung mit dem Strafgesetzbuch.

Wir setzen morgen gemeinsam mit dem ‘Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung’ ein Zeichen gegen alle Ewiggestrigen, die unsere Rechte wieder einschränken wollen. Wir stehen für die Selbstbestimmung von Frauen und für eine vielfältige Gesellschaft ein.“

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