Über mich

Geboren bin ich am 17. Juli 1987 in Norden, einer kleinen Stadt in Ostfriesland in Niedersachsen. Mein Vater betreibt einen Biolandhof, sodass ich schon früh mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in Berührung gekommen bin. Ich bin zu Bündnis 90/Die Grünen gekommen, weil ich etwas ändern wollte: an der Politik, die die menschengemachte Klimakrise nicht eindämmt, sondern sie immer weiter verschlimmert; an der ungleichen Verteilung von Ressourcen, Möglichkeiten und Macht zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden; und daran, dass auch in Deutschland immer noch Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer Sexualität oder Religion benachteiligt werden. Außerdem hat mich natürlich auch der Konflikt um das geplante Atommüll-Endlager Gorleben und der Kampf gegen Atomkraft geprägt. Zusammen mit ein paar FreundInnen habe ich im Jahr 2005 eine GRÜNE JUGEND Basisgruppe in Norden gegründet, so haben wir uns vor Ort für grüne Politik engagiert. Nach einem Auslandsjahr in Barcelona und meinem Abitur bin ich schließlich nach Berlin gegangen, um dort ein Praktikum in der Bundesgeschäftsstelle der Grünen Jugend und bei Thilo Hoppe im Deutschen Bundestag zu absolvieren. Bei Thilo Hoppe (MdB und Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hatte ich die Chance, mich mit dem Ziel einer gerechten Entwicklungszusammenarbeit zu beschäftigen. Neben meinem Studium war ich von 2008 bis 2009 Beisitzerin im Bundesvorstand der Grünen Jugend, von 2009 bis 2011 Bundessprecherin der Grünen Jugend und von 2012 bis 2013 Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss der Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg. Von November 2012 bis Oktober 2013 war ich das jüngste Mitglied im Bundesparteirat von Bündnis 90/Die Grünen. Zusammen mit neun weiteren Grünen bin ich außerdem im Koordinierungsteam von Grün.Links.Denken aktiv. Im Oktober 2013 bin ich von der grünen Bundesdelegiertenkonferenz zum Mitglied des Bundesvorstandes und zur frauenpolitischen Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen gewählt worden.

Im Jahr 2012 habe ich mein Bachelorstudium in den Studiengängen Politik und Verwaltung sowie Soziologie und im Jahr 2015 meinen Master in der Politikwissenschaft an der Universität Potsdam abgeschlossen. Von 2010 bis 2013 war ich außerdem als studentische Mitarbeiterin bei Agnieszka Brugger  (MdB, verteidigungspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion) tätig.

Still loving Feminism´

Wozu heute noch Feminismus? Diese Frage stellen sich tatsächlich einige Leute. Schließlich haben wir doch eine Bundeskanzlerin, der deutsche Bundestag hat im Febraur 2015 eine Frauenquote verabschiedet und gefühlt ist doch irgendwie alles etwas gleichberechtigter geworden.

Und ja, auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung von Männern und Frauen haben wir viel erreicht. Aber noch immer gibt es in unserer Gesellschaft himmelschreiende Ungerechtigkeiten zulasten von Frauen und Mädchen: (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen, der alltägliche Sexismus, ungleiche Löhne (wir haben immer noch einen Gender Pay Gap von 22 Prozent!), altbackene Strukturen wie das Ehegattensplitting, Altersarmut, Armut insgesamt,… Die Liste ließe sich unendlich weiterführen. All das sind Probleme, die noch lange nicht gelöst sind und die zeigen: Wir brauchen noch viel mehr feministische Politik, damit wir endlich die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern erreichen.

Wir Grüne sind als Partei auch aus der Frauenbewegung entstanden, bei uns ist die Gleichberechtigung ein zentrales Politikfeld. Als frauenpolitische Sprecherin bin ich zusammen mit unserem Bundesfrauenreferat für frauenpolitische Themen zuständig.

Wir streiten für die gleiche Bezahlung von gleicher und gleichwertiger Arbeit, machen uns stark gegen Gewalt und Sexismus, fordern die eigenständige Existenzsicherung, damit alle Frauen unabhängig leben und arbeiten können und setzen uns dafür ein, dass Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft endlich die Hälfte der Macht und des Einflusses bekommen.

Ein Politikfeld, mit dem wir uns seit einiger Zeit intensiv beschäftigen ist das Thema der Zeitpolitik. Wir wollen ermöglichen, dass Zeiten der Erwerbsarbeit, Zeiten der Sorgearbeit und Freizeit partnerschaftlich geteilt werden können. Auch hier liegt mein besonderes Augenmerk auf der paritätischen Verteilung der Ressource Zeit zwischen Männern und Frauen, die noch immer über harte ökonomische Fakten wie die Höhe des Einkommens und der Rente entscheidet.

Zusammen mit einem Team aus grünen Frauen habe ich im Juni 2014 einen frauenpolitischen Blog gegründet, der eine Plattform für feministische Ideen darstellen und die Reflexion unserer frauen- und geschlechterpolitischen Positionen vorantreiben soll. Mit Grün ist Lila wollen wir in den in den Austausch mit feministischen BündnispartnerInnen und AktivistInnen treten und grünen NetzfeministInnen einen Ort für Debatten bieten.